Exkursion des Fördervereins der VHS Zürich

Romont

Unter dem Titel HAUPTSTADT DES FARBIGEN LICHTS führt uns
Pius Knüsel einen Tag durch das historische Festungsstädchen Romont.
Romont liegt auf einer Moräne des Rhonegletschers Rotundo Monte
an der Kulturgrenze zwischen protestantischer Waadt und katholischem Freiburgerland. 1240 gründet Pierre II. von Savoyen die befestigte Stadt
mit Schloss (Grand donjon) und Burgum als Militärstützpunkt für seine Eroberungen in der Westschweiz.
Nach der Schlacht von Grandson 1476 belagerten die Eidgenossen das Städtchen, und nach der Eroberung der Waadt kam Romont zu Fribourg.

31. Oktober 2024


Wahrzeichen von Romont: der Grand Donjon

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Vom Bahnhof geht's erst mal steil hinauf in die Altstadt.
Wir entdecken eine mittelalterliche Stadt, die nach 19. Jh. aussieht, weil die Altstadt in dieser Zeit fünf Mal abbrannte und wieder aufgebaut wurde.

Die Haupt- und Marktstrasse wird dominiert von einer schönen neugotischen Fassade (Anfang 20.Jh. war Romont ein Zentrum für den Pferdehandel). Die Altare von Clerc im Kapuzinerkirchlein gehören zu den handwerklichen Spitzenarbeiten.

Die gotische Stadtkirche ist v.a. sehenswert wegen der wertvollen Glasfenster aus verschiedensten Epochen vom Mittelalter bis ins 20.Jh. und den fantastischen Figuren des Chorgestühls aus dem 15.Jh.

Das Vitromusée im Schloss zeigt verschiedene Techniken und Werkzeuge der Glasmalerei und eine Sammlung von Glaskunst aus der Schweiz und aller Welt.

Im Maison St-Charles, ursprünglich ein Priesterseminar, wurde die Kapelle St-Charles Ende der 20er Jahre zu einem Gesamtkunstwerk in einer sehr speziellen Mischung aus Jugendstil und Neuem Bauen umgestaltet.

           

             

             


Wir fahren mit dem Bus ein paar Kilometer nach Mézières.

Die neue Kirche (1939) ist wie die Kapelle St-Charles von Fernand Dumas, dem Gründer von Saint-Luc als Glasgesamtkunstwerk gestaltet: Kronleuchter, Kommuniontisch, Kanzel, Schleier hinter den Altären - alles ist aus Glas.

Zum Schluss das Musée du papier peint im Château de Mézières, einem historischen Gutshaus, das in den Zustand vor 200 Jahren zurückversetzt worden ist und mit Tapeten des 18.Jh., Meisterwerken der Manufaktur ausgeschmückt ist. In den historischen Räumen werden aktuell Fotografien unter dem Titel «Chroniques de l’Oubli» gezeigt: verlassene Räume, die zerfallen.