Évian - Genf

Eine Architektur-Reise von «casafair» ist für uns Anlass den südwestlichen Teil des Genfersees (keltisch grosses Wasser = lem an => léman) auf französischer und Schweizer Seite besser kennen zu lernen.
Mit der Eröffnung der grössten grenzüberschreitenden S-Bahn Europas ist das hochsavoyer Chablais (= caput lacus) dank der neuen Eisenbahnlinie von Genf nach Annemasse «CEVA» mit dem Léman Express seit 2020 im ¼-Stundentakt erreichbar.
Schwerpunkte unserer Reise sind Évian-les-Bains, zu Beginn des 20. Jh. Treffpunkt der «haut volée» und Genf, die «kleinste der grossen Metropolen»

27. bis 29. August 2021

Palais Lumière - Évian-les-Bains

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27. Vom Lausanner Hafen Ouchy fahren wir nach Évian-les-Bains, wo Mitte des 19. Jh., nach Entdeckung der Thermalquellen, Luxushotels und weitere Belle-Époque-Gebäude erbaut wurden.
Der Palais Lumière - das dominante Gebäude der Stadt, heute Centre culturel et de Congrès, die Villa Lumière - heute Hôtel de Ville, die Maison Gribaldi, die Standseilbahn und die legendäre «Buvette Novarina-Prouvé» im Park des ehemaligen Grand-Hotel.
Die Cachat­Trinkhalle ist in Renovation, nach einem Bad im See besuchen wir noch den Brunnen der Cachat-Quelle.


Mit dem Léman Express geht es nach Annemasse und auf der CEVA Neubaustrecke weiter nach Genf. Hier erhalten wir Zugang zu zwei Wohnungen des «Immeuble Clarté», das 2007–09 umfassend saniert wurde.
Es wurde von der UNESCO mit 16 weitern Objekten von Le Corbusier ins Welterbe aufgenommen.

Das Oppidum der Genava der Allobroger kam bereits Ende 2. Jh.v.Chr. unter römische Herrschaft. In der Folge prosperierten der Vicus auf dem Saint-Pierre-Hügel mit dem Hafen am See. Später war Genf Bischofsstadt im Burgunder-Reich. Unter Barbarossa wird Genf freie Reichsstadt. Im 16. Jh. Reformation mit Calvin.


29. Die neuen Stationen der CEVA-Linie aus der Werkstatt von Jean Nouvel und bilden Kondensations-Kerne zeitgenössischer urbaner Architektur. Lancy-Pont-Rouge: der Pavillon Sicli steht schon seit 1970, neu der «espace public à La Praille». Lancy-Bachet: Zugang zum Stadion und Tram-/Bus-Knotenpunkt. Genève-Champel: Halt im Champel-Tunnel mit Zugang zum Universitätsspital. Eaux-Vives: Der zentrumsnahe Knotenpunkt des CEVA-Projekts mit dem Theater-Neubau.
Durch den Parc de la Grange gelangt man zum spektakulären Stadt-Strand und Hafen «Plage Eaux-Vives» neben dem Jet d'eau wo wir die Stadtwanderung abschliessen.