Tschechien und Polen

Vor 21 Jahren ist der Eiserne Vorhang gefallen, aber immer noch ist für die meisten von uns Osteuropa ein weisser Fleck auf der Landkarte.
(Karte mit Reiseroute ganz unten)

12.-26. August 2010

12. Stilecht mit Budweiser starten wir im Raljet unsere Tour.
Der Nám. Ottakara ist einer der grössten und schönsten Plätze Europas und begründet nebst den vielen Gassen mit Laubengängen den Reiz von Budejovice am Zusammenfluss von Malse und Moldau.

13. In einer Moldauschleife liegt das mittelalterliche Städtchen Krumov mit seiner riesigen Schlossanlage, Weltkulturerbe.
Nun fahren wir von Böhmen nach Mähren.
Brünn hat eine dynamische Mischung von neu und alt im Zentrum. Vom Hotelzimmer aus sehen wir Burg Spilberk.

14. Schöne Bürgerhäuser säumen die grossen Plätze mit den vielen Brunnen der mittelmährischen Hauptstadt Olomouc. Die riesige Pestsäule ist Weltkulturerbe. Das neugotische Rathaus wurde einst von der Wehrmacht zerstört.
Auf dem Weg ins polnische Krakau kommen wir an Auschwitz vorbei.

15. Zwischen Altstadt und Weichsel erhebt sich der Wawel , Polens Nationalheiligtum: Burghügel Schlossanlage und Kathedrale mit den Sarkophagen der polnischen Könige und Erzbischöfe.
Krakau war über Jahrhunderte das Machtzentrum Polens. Entsprechend riesig der Hauptplatz und reich geschmückt die Bürgerhäuser.

16. Der Ausflug in die Hohe Tatra fiel buchstäblich ins Wasser. Wir fahren über Tschenstochau und Lodsch nach Warschau.
Die Landschaft gibt nicht viel her.
Die einst reiche Industriestadt Lodsch mit vielen eigentlich schönen Jugendstilhäusern hat sich vom Niedergang noch nicht erholt.

17. Warschau ist pulsierende Grossstadt und touristisches Zentrum gleichermassen. Wir flanieren durch Neu- und Altstadt (pl. Zamkowy), fahren den Königsweg bis zum Lazienki Park und gehen der Weichsel entlang zurück. Der Blick vom Kulturpalast zeigt die Dimensionen der 2-Millionen-Metropole.

18. Die Masuren sind eine Wasserlandschaft, wir erleben das im doppelten Sinn von unten und von oben.
Das Landschaftsbild wird abwechlungsreicher und die Siedlungen ärmlicher, punktuell erinnert es uns an Rumänien. Super Nachtessen im Fischrestaurant in Allenstein.

19. Allensteins Kirche hat ein gotisches Stern- und Netzgewölbe.
Aus der Vogelperspektive mit einem uralten Hochdecker ist die masurische Seelandschaft ein Genuss.
Marienburg, die grösste Backstein-Burg Europas war die Trutzburg des Deutschen Ordens und wurde im 13. und 14. Jh. errichtet.

20. Nicht nur der Neptun-Brunnen und der Arthus-Hof, nein die ganze Altstadt von Danzig musste aus einem kolossalen Trümmerfeld nach dem Krieg wieder rekonstruiert werden. Heute strahlt die ehemalige Hansestadt und Ausgangspunkt von Solidarnosc in der Sonne. An der Ostsee bei Leba bläst ein steifer Wind.

21. Den östlichsten und den nördlichsten Punkt unserer Reise haben wir bereits hinter uns.
Via Thorn (Geburtsort von Kopernikus) und Gnesen (bronzene Kirchtür aus dem Frühmittelalter) fahren wir nach Posen, dessen Siedlungsgeschichte 12'000 J zurück reicht.

22. Die niederschlesische Hauptstadt Breslau liegt in einer Oder-Schleife und wirkt im Gegensatz zum praktisch gleich grossen Posen (beide ½Mio) vital und attraktiv.
Von hier fahren wir Richtung Riesengebirge und übernachten kurz vor der tschechischen Grenze im Skisportzentrum SzklarskaPoreba.

23. Der Screnica ist mit seinen 1362m eine der höchsten Erhebungen im Riesengebirge , von hier sieht man weit nach Polen, Tschechien und Deutschland.
Im Nationalpark gibt es Enzian, Fingerhut und viele Pilze.
Am Abend treffen wir in Prag ein.

24. Prag ist sicher die Perle unter den Städten auf unsrer Reise. Auf der Stadtbesichtigung sehen wir natürlich mehr als nur den Staromeske-Platz mit der astronomischen Uhr am Rathaus und den Hradschin von der Karlsbrücke...
Etwas ausserhalb besuchen wir noch die Burg Karlstejn aus dem 14. Jh.

Unserer Reiseroute mit dem C1 durch Tschechien und Polen rund 3500 km