Töfftour auf den Spuren der Kelten

Hallstatt - Heuneburg

Vor 2'800 Jahren wurde in Mitteleuropa die brozenzeitliche Urnenfeld-Kultur von Hallstatt ausgehend durch die Eisenzeit abgelöst. In Hallstatt wird schon seit 7'000 Jahren Salz abgebaut, was zu beachtlichem Wohlstand und Kontakten mit andern Kulturen verhalf. Träger der eisenzeitlichen Hallstattkultur waren möglicherweise die ersten Kelten, jedenfalls setzt sich diese unterbruchslos in der Latène-Kultur fort.

  • Bei Hallein gibt das rekonstruierte Keltendorf Salina am Dürrnberg einen Einblick in Leben und Arbeiten der prähistorischen Bergleute vom Dürrnberg vor 2'600 Jahren.
  • Im 2. Jahrhundert vor Chr. lag am heutigen Flughafen Manching bei Ingolstadt eines grössten Oppida Europas. Erhalten sind Teile der prähistorischen Stadtmauer, das Osttor des Keltenwalls ist teilweise rekonstruiert.
  • Nochmal 300 Jahre älter sind die teils rekonstruierten Relikte der Heuneburg und des zum Fürstensitz gehörigen Oppidums Pyrene auf der Schwäbischen Alb bei Herbertingen.

20. - 24. Juli 2020


Keltische Kriegstrompeten - Museum Hallein

Bilder sind 2133x1600 => für volle Auflösung im Browser zoomen!
Routen-Karte ganz am Schluss

20. Am Montagvormittag fahren wir in Winti los. Alles auf der Autobahn, im gestreckten Galopp durch den Arlberg, via Innsbruck und Rosenheim bis Salzburg.
So schaffen wir es bis am Abend an den Hallstätter See und übernachten in Obertraun.


21. Nach dem Frühstück direkt am See mit Blick auf Hallstatt bringt uns die Salzbergbahn ins Hallstätter Hochtal. Vom Rudolfsturm hat man einen schönen Blick auf das innere Salzkammergut. Auf dem Weg zum Salzbergwerk sind verschiedene Infostationen, ein begehbares Schaugrab zeigt wie die Gräber im Hochtal ausgesehen haben, das Salz diente vor 3'500 Jaren bereits zur Schinken und Speck Produktion im grossen Stil.
Eine Führung durch das älteste Salzbergwerk der Welt zeigt die Abbautechniken und Werkzeuge. Die älteste Holzstiege Europas wurde hier entdeckt.
Das Welterbe-Museum zeigt 2'500 jährige Handwerkskunst der frühen Eisenzeit.


22. am Dürrnberg bei Hallein wurde ein Keltendorf rekonstruiert: "Salina" gibt Einblick in Leben und Arbeiten vor 2'600 Jahren, darunter natürlich der Arbeitsplatz eines Schmieds aber z.B. auch eine Drehbank! Das Keltenmuseum ist sowohl ausstellungsmässig als auch baulich sehr schön. Und auch das Städchen an der Salzach ist attraktiv.


23. Wir übernachten in Waldkraiburg und fahren über Landshut Richtung Ingolstadt.
Kurz vor Manching besichtigen wir bei Geisenfeld eine der grössten erhaltenen brozenzeitlichen Grabhügel-Nekropolen.
In Manching befand sich eines der grössten Oppida, die Hauptstadt der Vindeliker (dem Nachbarstamm der Helvetier ennet dem Bodensee).
Das Kelten- und Römer-Museum Manching zeigt Funde aus Oppidum wie z.B. das Fass mit den eisernen Fassreifen sowie Bronze- und Eisenfibeln.
Teile des Keltenwalls sind auf dem Gelände des Militärflugplatzes noch erhalten und das einstige Osttor wurde rekonstruiert.


24. Am Vortag sind wir an Augsburg vorbei noch bis Memmingen gefahren. Am Morgen schauen wir uns das schmucke Schwaben-städtchen an, bevor wir Richtung Mengen losfahren.
Das kleine Heuneburgmuseum hat eine Vielzahl an schönen Exponaten keltischer Klein- und Handwerks-kunst. Von der Heuneburg und dem zugehörigen Oppidum kennt man dank Herodot den namen: Pyrene. Der Wehrgangs trohnt oberhalb der Donau, ein Teil davon und einige Häuser wurden als Freilichtmuseum rekonstruiert. In der näherren Umgebung des Oppidums wurden die Grabhügel mit den keltischen Fürstengräbern gefunden aus denen einige der exklusiven Objekte im Museum stammen.