Inn-Radweg           St.Moritz - Innsbruck           31. Juli - 7. August 2009



Fr,31. Anreise mit der Viafier Retica übers verpackte Landwasser-Viadukt nach St.Moritz.
Das Hotel liegt im Dorf über dem See mit Blick nach Muotas Muragl, Piz Vadret und Piz Languard. Das antike Lavabo ist nicht mehr in Betrieb, wurde aber glücklicherweise auch nicht abgebrochen.

Sa,1. Unter dem Piz Grevasalvas entspringt der Inn und bildet bald den Lej dal Lunghin. Von dort sieht man ihn herabstürzen (Pfeil) nach Maloja, wo er in den Silser See fliesst (16° zum Baden).
Weiter gehts in den den Silvaplaner See und den Lej da Champfèr. Auf dem Weg in den St.Moritzer See ist er dann schon ein ordentliches Flüsslein.

So,2. Am lieblichen Lej da Staz vorbei über den Fullun zur Kirche San Gian in Celerina und weiter via Samedan - LaPunt - S-chanf und unterhalb dem Piz d'Esan durch den Nationalpark. Vis-à-vis Brail führt unser Weg 200m über dem Inn und wir sehen das Viadukt der RhB übers Val Mela. In einer Waldlichtung oberhalb Zernez quert eine Otter unseren Weg.

Mo,3. Nachdem der Regen aufgehört hat, fahren wir los nach Susch, wo die Flüelapass-Strasse ins Engadin mündet. Kirche St.Jon aus dem 16.Jh. und 5-stöckiger Wohnturm. Weiter nach Lavin und von da 300m hinauf nach Guarda zum Schellen-Ursli. Über Ardez und Ftan wo uns zur Sch(l)uss-Abfahrt nach Scuol der Regen einholt.

Di,4. Die Kirche von Scuol-Sot steht auf einem 40m hohen Felsen direkt am Inn. Der Radweg steigt bis Raschvella, dann gehts runter nach Strada und Martina. Die Klus an der Grenze macht den Inn für Kanuten attraktiv. In Pfunds wird die Brücke vom Brückenhaus aus dem 12.Jh., der vom Habsburger Kaiser Maximilian im 16.Jh. ausgebaut wurde, bewacht.

Mi,5. Nördlich von Prutz quert die Pontlatzer Brücke als Teil der Via Claudia seit bald 2000 Jahren den Inn. In Landeck kommen Reschenpass und Brenner zusammen, der erste Ort mit Industrie, dank der Arlbergbahn.
Kurz nach der Zammer Klamm markiert der Tschirigant (2372m) den Eingang ins Quertal nach Imst, unserem heutigen Etappenziel.

Do,6. In der Rosengartenschlucht bei Imst stürzt das Wasser in Stufen mehr als 200m hinab. Kurz vor der Einmündung der Ötztaler Ache ist der Inn 11° kalt (5° kälter als im 1000 m höher gelegenen Silser See). Das neu renovierte Zisterzienserstift in Stams ist ein barockes Bijoux, von hier sind es noch 35km bis Innsbruck, dem Ende unserer Inntal-Velotour.

Fr,7. Das Wahrzeichen von Innsbruck ist sicher das goldene Dacherl aus dem 15.Jh. In der Hofkirche bewachen 28 Bronzestatuen das Grab Kaiser Maximilans I.
Mit der Nordkettenbahn ist man in 20min auf über 2300m, in richtig alpiner Umgebung mit Blick auf die Stadt und bis zum Brenner. Runter sind wir dann zu Fuss.