Kathedrale des Bistums Chur Das Bistum Chur entstand wohl nach Aufgeteilung der Provinz Raetia in Raetia prima und Raetia secunda im 4. Jh.
Die erste Kathedrale wurde um das Jahr 450 gebaut. Die heutige Kirche wurde von 1150 bis 1272 an der Stelle mehrerer Vorgängerbauten als spätromanische Pfeilerbasilika errichtet.
Im Westjoch des nördlichen Seiten-schiffes sind ein Freskenzyklus des Waltensburger Meisters und ein Secco des Räzünser Meisters aus dem 14. Jh. teilweise erhalten.
Vier Apostelsäulen - herausragende Werke des Mittelalters - bewachen den Eingang zur Krypta, die einen spätgotischen Flügelaltar aus dem 15. Jh. hat. Die Vorkrypta wird von einem auffällig flachen Bogen überspannt.
Im nach Norden abknickenden, er-höhten Chor ruht auf dem einzigen aus dem Mittelalter erhaltenen Altartisch der reichste spätgotische Altar der Schweiz: Der prachtvoll geschnitzte Flügelaltar ist das Hauptwerk des Jakob Russ aus Ravensburg.
Zur beachtlichen Ausstattung zählen ausserdem die romanischen Säulenkapitelle, Meisterwerke von Steinmetzen des 12. Jahrhunderts, der Tabernakel von 1484 spät-gotisches Meisterwerk von Claus von Feldkirch,
das Chorgestühl, das in Teilen vom Ende des 13. Jh. stammt und der Laurentiusaltar entstanden um 1545 der bereits Renaissance-Einflüsse zeigt.
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