Kunstschätze

Churwalden und Chur

Vom ehemalige Prämonstratenser Kloster in Churwalden steht nur noch die Kirche und das Abtgebäude.
Die zwei prunkvollen spätgotischen Flügelaltare sind kunstgeschichtliche Highlights.

Die Kathedrale des Bistums Chur, hat als einzige frühmittelalterliche Bischofskirche der Schweiz
ihren Rang bis in die Gegenwart am selben Standort bewahrt. Von aussen eher schlicht,
besticht sie durch ihre ausserordentlich reiche Innenaustattung.

Ein Tagesausflug mit der VHS Dietikon.

14. Mai 2024


Ulrich Stückelberger und Peter Müdespacher vor dem Abtgebäude in Churwalden

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Churwalden
Um 1150 gründete der Prämonstra-tenser Orden am nördlichen Ende des heutigen Dorfes eine Niederlassung in Churwalden.
Nach einem Brand 1472 wurde die heutige spätgotische Kirche aufgebaut. Ausserdem steht noch das zinnenbewehrte Abtgebäude aus der gleichen Zeit.
Der spätgotische Luziusaltar stammt aus der Zeit um 1511 vielleicht aus dem Umkreis des Jakob Russ steht wieder am ursprünglichen Platz im südlichen Seitenschiff.
Der massive, begehbare Lettner zwischen Chor und Laienschiff zeigt eine Darstellung des Jüngsten Gerichts aus dem Jahr 1481.
In der Rundbogennische im nördlichen Seitenschiff ist eine Marienkrönung dargestellt, gefertigt um 1335 vom sogenannten Waltensburger Meister.
Der über 7 m hohe spätgotische Hochaltar gehört zu den grössten und bedeutendsten der Schweiz.
Er ist einer der frühesten, die von Schwaben nach Graubünden gebracht wurden.

 

 


Chur
Durchs Obertor betreten wir die Altstadt, die bereits in vorgeschicht-licher Zeit besiedelt war. Im Marsöl Mittagessen unter Platanen, dann durch den Hofturm zum Hof, wo in spätrömischer Zeit ein Kastell stand. Chur war wohl im 4. Jh. Hauptstadt der Provinz Raetia Prima.

                 


Kathedrale des Bistums Chur
Das Bistum Chur entstand wohl nach Aufgeteilung der Provinz Raetia in Raetia prima und Raetia secunda im 4. Jh.
Die erste Kathedrale wurde um das Jahr 450 gebaut. Die heutige Kirche wurde von 1150 bis 1272 an der Stelle mehrerer Vorgängerbauten als spätromanische Pfeilerbasilika errichtet.
Im Westjoch des nördlichen Seiten-schiffes sind ein Freskenzyklus des Waltensburger Meisters und ein Secco des Räzünser Meisters aus dem 14. Jh. teilweise erhalten.
Vier Apostelsäulen - herausragende Werke des Mittelalters - bewachen den Eingang zur Krypta, die einen spätgotischen Flügelaltar aus dem 15. Jh. hat. Die Vorkrypta wird von einem auffällig flachen Bogen überspannt.
Im nach Norden abknickenden, er-höhten Chor ruht auf dem einzigen aus dem Mittelalter erhaltenen Altartisch der reichste spätgotische Altar der Schweiz: Der prachtvoll geschnitzte Flügelaltar ist das Hauptwerk des Jakob Russ aus Ravensburg.
Zur beachtlichen Ausstattung zählen ausserdem die romanischen Säulenkapitelle, Meisterwerke von Steinmetzen des 12. Jahrhunderts, der Tabernakel von 1484 spät-gotisches Meisterwerk von Claus von Feldkirch, das Chorgestühl, das in Teilen vom Ende des 13. Jh. stammt und der Laurentiusaltar entstanden um 1545 der bereits Renaissance-Einflüsse zeigt.

 

   

   

   


Martinskirche
Im 16 Jh. nach dem Stadtbrand im spätgotische Stil wieder aufgebaut, sind nebst dem riesigen Zifferblatt der Turmuhr die Glasfenster von Augusto Giacometti bemerkenswert: sie begründeten seinen Ruf als Erneuerer der Glasmalerei.
Die farbigen Gläser bilden den Abschluss unserer Churreise ;-)