Exkursion des Fördervereins der VHS Zürich

La Chaux-de-Fonds

Unter dem Titel JUGENSTIL AUF DER VIEHWEIDE führt uns Pius Knüsel einen Tag durch das kulturell reiche La Chaux-de-Fonds. Erst im 14. Jh. liessen sich Siedler auf der Sömmerungsweide im jurassischen Hochtal nieder. Die Zuwanderung von Hugenotten nach dem 30jährigen Krieg legte die Basis für den Aufschwung, im 18. Jh stieg der Ort zu einem Zentrum der Uhrmacherei auf. Den auffälligen rechtwinkligem Grundriss erhielt die Stadt nach dem Brand von 1794. Modernisierung und Industrialisierung machten aus La Chaux-de-Fonds die Metropole der Uhrenindustrie. Viele Ateliers und Herrschaftshäuser entstanden im der Jugendstil-Zeit. Hier liegen auch die Wurzeln von Le Corbusier. Seit 2009 ist die Planstadt UNESCO-Weltkulturerbe.

2. April 2024


Köpfe, die La Chaux-de-Fonds geprägt haben

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Wir starten im Krematorium. Nur gut 10 Jahre nach der Legalisierung der Feuerbestattung war La Chaux-de-Fonds eine der ersten Städte, die ein Krematorium bauten. Mit der Innendekoration und den grossen Aussenmosaiken gilt es als Höhepunkt des style sapin, eine von Charles L’Eplattenier begründete Stilrichtung des Jugendstils.

                   


Auch das 1923 eröffnete des Kunstmuseum trägt die Handschrift von L’Eplattenier und seinen ateliers d’art réunis.
Wir besuchen die Dauerausstellung zum von der Fauna und Flora des Juras inspirierten style sapin von L’Eplattenier, der in der lokalen Kulturszene eine zentrale Rolle spielte.

               

         


Auf einem Spaziergang am Nachmittag kommen wir an verschiedenen Jugendstil-Bijous vorbei und erhaschen auch mal einen Blick ins Treppenhaus.

               


. . doch einige sind gleicher.
Bestimmt galt das auch für Rodolf Spillmann, ein Fabrikant von Gold-Uhrengehäusen, der es geschafft hatte, die kilometerlange Baulinie zu ignorieren und um 1907 den Empfangssalon vor der Werkstatt direkt an die Strasse zu stellen.
Der Salon Bleu ist ein wahres Meisterwerk des Jugendstils.

         


Weiter auf unserer Stadtwanderung schauen wir an der rue du Doubs 137 das Treppenhaus eines im Jahre 1893 erbautes Gebäudes an. Dieses Treppenhaus ist mit phantastischen naturalistischen Ansichten dekoriert, die verschiedene Regionen unseres Landes darstellen. Es sollen Fresken sein, die direkt an die Wände aller Etagen gemalt wurden.

               


Ein Besuch in La Chaux-de-Fonds ohne ein Werk seines berühmtesten Sohnes besucht zu haben, geht natürlich nicht. Nein, ich meine nicht Louis Chevrolet, den Autobauer.
Ich meine Le Corbusier, einer der einflussreichsten Architekten des 20. Jh. Leider ist die villa turque nur von aussen zu besichtigen.


Letzte Etappe unserer Reise zur
Jura Viehweide ist die alte Reithalle.
L’ancien manège gehört zu den erstaunlichsten Bauten der Stadt. Das 1857 als Reitschule mit Reitställen eröffnete Gebäude mit seinem prächtigen mit Glas überdachten Innenhof ist heute eine Cooperative für Wohnen und Arbeiten.