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Der auf die Burgunder zurückgehende Landesname Burgund ist über verschiedene Etappen
von dem merowingisch-fränkischen Teilreich über die Königreiche Nieder- und Hochburgund des 9. Jahrhunderts,
das Königreich Burgund (Zweites Königreich) des 10.-11. Jahrhunderts, das Herzogtum, die Freigrafschaft, die Landgrafschaften Burgund
und auch über die sogenannte burgundische Eidgenossenschaft des Hoch- und Spätmittelalters bis hin zur modernen Region Bourgogne bewahrt geblieben.
Er dürfte als Symbol eines regionalen Eigenbewusstseins Bedeutung gehabt haben, ohne dass die Abstammung eine entscheidende Rolle gespielt hätte.
(Historisches Lexikon der Schweiz) |
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Hochburg der höfischen Kultur BurgundNach einer über Jahrhunderte wechselvollen Geschichte im Grenzgebiet zwischen Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich bauten die burgundischen Herzöge im 14. und 15. Jh. einen eigenständigen Länderkomplex auf, zu dem neben dem Herzogtum Burgund mit Dijon als Hauptstadt und der Franche-Comté (obere Lande) auch das Gebiet der heutigen Benelux-Länder mit wirtschaftlich florierenden Städten wie Gent, Brügge und Löwen (niedere Lande) gehörten. So wurden die Herzöge von Burgund im Spätmittelalter zu den mächtigsten und reichsten Fürsten Europas. Der Versuch, ein eigenständiges Königtum zu errichten, scheiterte jedoch mit dem Tod Karls des Kühnen 1477 in der Schlacht bei Nancy. Der französische König Ludwig XI. erklärte das Herzogtum Burgund zu heimgefallenen Lehen, die Franche-Comté und das Gebiet der heutigen Benelux-Länder wurde vom römisch-deutschen Kaiser Maximilian I. dem Burgundischen Reichskreis zugeteilt. 17. bis 20. September 2021 |
Grabmale der Herzöge Philipp II (der Kühne) und Johann ohne Furcht mit seiner Gemahlin Margarete von Bayern. Bemerkenswert ist die Ausdruckskraft der „Pleurants“ genannten trauernden Figuren aus Alabaster. |
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Routen-Karte ganz am Schluss
17. Wir fahren via Val-de-Travers und Pontarlier nach Salins-les-Bains. Kurz nach der Grenze in La Cluse-et-Mijoux, wo der Pernot herkommt und die Strasse Dijon-Lausanne den Jura kreuzt, liegt das Château de Joux. 1454 kaufte Philipp der Gute die Festung aus dem 11. Jh. 1530 kam sie in den Besitz Karls V. |
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Salins-les-Bains ist als historisches Zentrum der Salzgewinnung in der Franche-Comté UNESCO Weltkulturerbe. Im Herzen der Stadt, seit 1854 Kurort, befindet sich neben der Grande Saline mit ihrem Salzmuseum ein Casino und das neuen Gebäude der Therme. An die frühere Bedeutung erinnern Stadthäuser und Kirchen aus dem späten Mittelalter, die beiden frühneuzeitlichen Festungen Belin und St-André sowie natürlich die möglicherweise bereits im 12. Jh. von Zisterziensern errichtet Saline. Wir besuchen die unterirdische Galerien in denen das Salz mit Wasser aus dem Berg gelöst und durch Verdampfen des Wassers aus der geförderten Sole gewonnen wurde. |
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18. Dijon, heute Hauptstadt des Départements Côte-d’Or und der Region Bourgogne-Franche-Comté ist ein Verkehrs- & Handelszentrum mit ca. 160'000 Einwohnern. In gallo-römischer Zeit existierte hier erst ein relativ unbedeutender Ort, Divio, der im 3. Jh. durch die Römer befestigt wurde. Ab 1016 gehörte Dijon zum Herzogtum Burgund und wurde zu dessen Hauptstadt, als welche sie im 13. und 14. Jh. ihre grosse kulturelle Blüte erlebte. Im 18. Jahrhundert zeigt sich erneute Prosperität an der Eröffnung der Universität und der Errichtung des Bistums am Bau des Canal de Bourgogne. Auf unserem Rundgang durch das historische Zentrum erleben wir den Charme der Hauptstadt des einstigen Herzogtums mit dem Benignus-Kloster, den mittelalterlichen Klosterhöfen, den beiden Hauptkirchen Notre-Dame und St-Michel, den Fachwerkhäusern und Renaissance-Palästen sowie den Markthallen von Eiffel. Der im 17. Jh. bebaute, von Kolonnaden gesäumte Place de Libération mit dem ehemaligen Herzogspalast bildet das Zentrum der Stadt. |
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Der Wandteppich im Musée des Beaux-Arts "LE SIÈGE DE DIJON EN 1513" zeigt die Belagerung der Stadt durch die Eidgenossen. Eine auf der Stadtmauer abgehaltenen Prozession mit Marienbild soll die Stadt gerettet haben. |
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Die Zisterzienser-Abtei Fontenay wurde 1118 in einem entlegenen Tal im heutigen Département Côte-d’Or von Bernhard von Clairvaux gegründet. Dank Edouard Aynard, dessen Familie noch immer Eigentümer ist, kann man nun nach aufwändigen Restaurierungen die eindrückliche Anlage wieder in ihrem mittelalterlichen Gewand bewundern. Er kaufte die Abtei 1906 und liess die nach der Revolution hier errichteten Gebäude einer Papierfabrik abreissen. Das bestens erhaltene Ensemble der Bauwerke im romanischen Stil ist UNESCO-Weltkulturerbe und erinnert exemplarisch an die Funktionen eines Konvents und an den Alltag eines Klosters. |
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In den Jahren 58–51 v.Chr. wurde Gallien bis zum Rhein von Gaius Iulius Caesar in einer Reihe teils sehr blutig geführter Feldzüge erobert.
Der letzte grosse Aufstand der in Stämmen heterogen organisierten Gallier unter der Führung von Vercingetorix wurde 52 v.Chr. bei Alésia von den Römern und deren germanischen Verbündeten niedergeschlagen. |
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Von der Wallfahrtskirche St-Thibault, neu erbaut nach 1370 als Stiftung der Herzöge von Burgund, blieb nach einem Brand 1728 nicht viel mehr als der Polygonchor, ein Juwel gotischer Architektur. Bemerkenswert ist auch der Altaraufsatz aus polychromem geschnitztem Holz aus dem 14. Jh, der das Leben von Theobald erzählt. |
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19. Die romanische Basilika Ste-Madeleine mit dem frühgotischen Chor und der Vorhalle (Narthex), die die Hauptfassade trägt, ist gleich doppelt UNESCO Weltkulturerbe: einerseit der «heilige Hügel», andererseits als Teil des Jakobswegs. Speziell sind die kunstfertigen Kapitelle aus dem 12. Jh. mit biblische Geschichten. Im 9. Jh. gegründet als Wallfahrtskirche (Reliquien Maria Magdalenas in der Krypta) und nach einem Brand 1120 neu errichtet, wird Vézelay nicht nur Sammelort der Pilger, sondern auch der Ritter aus ganz Europa: An Ostern 1146 ruft Bernhard von Clairvaux zum Zweiten Kreuzzug auf und 1190, treffen sich hier die Englische und Französische Armee zum Dritten Kreuzzug. |
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Michel Guyot, der seit den 1970er-Jahren bei der Restaurierung von Schlössern und Burgen Erfahrungen gesammelt hatte, startete 1997 mit einigen Enthusiasten in Guédelon ein ungewöhnliches archäologisches Experiment: in einem stillgelegten Steinbruch bauen sie eine Burg im Stil des 13. Jh. möglichst nur mit Methoden aus der Zeit. |
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20. Fahrt durch die Saône-Ebene Richtung Cîteaux; unterwegs Halt beim von den Mönchen von Cîteaux im 13. Jh.
angelegten Cent-Fonts-Kanal. Die hydraulische Meisterleistung aus dem Mittelalter sicherte die Wasserversorgung für Mensch und Vieh im Kloster.
Bemerkenswert der "Pont des Arvaux", über diese Aquäduktbrücke quert der Cent-Fonts-Kanal die Varaude. |
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