Die Tour Magne in Nîmes, gallo-römisch, eines der ältesten Bauwerke Europas.

Nachdem wir vor drei Jahren schon einmal eine Architektur-Reise von «casafair» aus der Serie «Rotten-Rhone-Rhône» «Évian - Genf» gemacht hatten, sind wir dieses Jahr auf der letzten Etappe wieder dabei.

zu den Bouches-du-Rhone

Wir starten in Avignon und fahren mit dem Bus zum Pont-du-Gard, übernachten in Nîmes wohin das Wasser einst geleitet wurde, dann tauchen wir in das antike, mittelalterliche und neuzeitliche Arles ein.
An der Plage de Piémanson gibt es ein déjeuner sur l'herbe (eigentlich sur sable) dort, wo die Rhone im Mittelmeer verschwindet. Abschluss ist dann in der Retortenstadt La Grande Motte.
Den Heimweg machen wir mit dem C1 «Durchs wilde Vercors»

22.–26. August 2024


LUMA Arles Tower des Architekten Frank Gehry, eines der jüngsten Bauwerke Europas

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Routen-Karte ganz am Schluss

22. Der TGV kommt von Zürich mit Umsteigen in Mulhouse (von wo auch der Canal du Rhône au Rhin zum Ziel führt) nach 7 Stunden in Avignon TGV an. Das ist recht ausserhalb, aber wir fahren von dort ohnehin direkt mit dem Bus weiter zum ersten Programmpunkt: dem Pont-du-Gard.
Das ca. 300m lange und 50m hohe Aquädukt aus dem 1.Jh. leitete das Wasser von Uzès über den Gardon nach Nîmes. Es ist eine Meister-leistung in Architektur und Hydrau-lik und natürlich Welterbe.
Das Museum schafft Einblicke in die Baugeschichte und zeigt den Verlauf der 50km langen Leitung, Bleileitungen (fistulae) u.v.a.m.
Wir nehmen den Weg über die Gorges du Gardon und kommen von Norden nach Nîmes, wo wir das castellum divisorum bestaunen. Das Verteilbecken am Endpunkt der römischen Wasserleitung hatte 10 Abgänge von denen Bleileitungen Brunnen, Thermen und reiche Anwesen der Stadt versorgten.

         

   


23. Die 150'000-Einwohner-Stadt Nîmes hat ihren Namen vom Keltischen Gott Nemoz, dem die lokale Quelle geweiht war. Ab 120 v.Chr. ist die Stadt römisch und die Via Domitie wir hier durchgeführt weshalb die Stadt bis ins 4. Jh. eine Blütezeit erlebt.
Wir starten beim Tour Magne der im Kern aus gallischer Zeit stammt und zu den ältesten Gebäuden in Europa zählt.
Jardin de la Fontaine, einem der ältesten öffentlichen Gärten, aus dem 18. Jh. als Nîmes noch für seinen strapazierfähigen Baumwollstoff bekannt war (Denim = de Nîmes). Hier stand das Augusteum: Nymphäum, Theater, Heiligtum und der sogenannte Diana-Tempel, das besterhaltene Gebäude des gallo-römischen Komplexes.
Wir folgen dem Canal de la Fontaine zum Sq. Antonin und weiter zum Maison Carrée einem römischen Podiumstempel, dem Norman Foster 1992 das Carré d'Art gegenübergestellt hat.
Vorbei an der Porta Augusta, einem Stadthaus (Presbitère) aus dem 17. Jh, dem Hôtel de Ville mit den 4 Krokodilen und dem Amphitheater runden wir unseren Besuch in Nîmes mit einem Abstecher zum Nemausus (Jean Nouvel, Mitte der 80er Jahre, experimenteller sozialer Wohnungsbau) ab und fahren weiter nach Arles.

             

       

             

 


24. Wir erreichen Arles gerade noch rechtzeitig für den Sundowner auf der Dachterrasse. Am Morgen starten wir dann wie in der Antike bei der Tour des Mourgues und betreten die Stadt durch die Porta Augusta.
Im 2.Jh.v.Chr. kam das 300 Jahre zuvor gegründete keltisch-ligurische Arelate unter römische Kontrolle und wurde zu einem der wichtigsten Knotenpunkte der römischen Heere und Handelswege in Richtung Norden und Westen: Via Agrippa und Via Aurelia.
Im Frühmittelalter wurde die Stadt marginalisiert und beschränkte sich auf das Amphitheater. Erst im 12./13. Jh. wurde das Gebiet der römischen Stadt wieder besiedelt. Und mit der Industrialisierung und später mit dem Aufschwung nach dem 2.Weltkrieg kam die Stadt zur heutigen Grösse von von ca. 50'000 Einwohnern.
Am römischen Theater vorbei gelangen wir zum einstigen Forum, heute Place de la République mit Hôtel de Ville und Bischofssitz / Kloster. Zeit für eine Kaffepause mit Blick auf van Goghs «Nachtcafe».
In den Alyscamps reihen sich auf einer 500 Meter langen Allee antike Steinsarkophage, die Kirche St. Honorat zählt - wie die Kathedrale - zu den grossen Werken der Romanik. Mit dem Besuch des LUMA Kulturzentrum der Luma-Stiftung von Maja Hoffmann schliessen wir unseren Streifzug durch Arles ab.

             

 

             

             


25. Wir verlassen Arles Richtung Süden vorbei am Pont van Gogh und sind zwischen dem Canal du Vigueirat, und Grand Rhône bereits im Camargue Biosphären-Reservat Bouches-du-Rhône.
Bei den Salins de Giraud wechseln wir mit der Fähre auf die rechte Seite der Grand Rhône. Nebst den lila farbenen Verdunstungs-Teichen ist der Ort für seine Arbeiterhäuser im belgischen Stil aus dem 19.Jh. bekannt.
Vom Camping Salins de Giraud geht's gut 10km mit Booten vorbei an Port-Saint-Louis ans ans aller äusserste Ende der Embouchure du Rhône. An der Plage de Piemanson geniessen wir ein «dejeuner sur sable» und zwei ganz Verwegene auch ein Bad im Mittelmeer.
Natur pur bietet die Fahrt um den Etang de Vaccarès, dem Herzen des Reservats und Lebensraum vieler Zugvögel.
Nach einem kurzen Halt im Mittelalterstädchen Aigues-Mortes kommen wir im Hotel in La Grande Motte an.

 

 

         

       


26. LaGrandeMotte ist eine der Retortenstädte, die in den 60er Jahren auf staatliche Initiative zur Erweiterung des Tourismus-angebotes an der Küste des Languedoc-Roussillon innert weniger Jahre aus dem Boden gestampft wurden. Mit sechzig weiteren Architekten plante der damit beauftrage Jean Balladur eine Gartenstadt an der Küste samt Jachthafen.
Nur ein Drittel der Fläche wird von den präkolumbianisch inspirierten, meist in Weiss gehaltenen Gebäuden belegt, der Rest ist ein aufwändig angelegter mediterraner Garten.