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RHZ Studienreise Algier und Constantine Wir beginnen unsere Reise in der Schwesterstadt Algiers: Marseille. Frankreichs zweitgrösste und älteste Stadt
ist immer noch stark durch ihre Vergangenheit und ihre Beziehungen über das Meer geprägt. Die Überfahrt mit der Fähre
erschliesst uns den historischen Zugang zu Algier. 16. - 24. Mai 2022 |
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Routen-Karte ganz am Schluss
16. Wir kommen per TGV nach Marseille. Die Gare Saint-Charles war wichtige Durchgangsstation
nach Afrika und in den Orient. |
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17. & 18. Der Algerienfranzose Albert Camus umschrieb die einenden Kräfte im mediterranen Kulturraum mit la pensée de midi. Um dies zu erfahren, reisen wir mit der Danielle Casanova, einer der grössten Fähren von Corsica Linea, die bis zu 2'400 Passagiere und 700 Fahrzeuge in rund 22 Stunden von Marseille nach Algier bringt. |
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Im 11. Jh.v.Chr. schufen die Phönizier in der Bucht des heutigen Algier eine Handelskolonie, Ikosim, die sich zu Beginn der röm. Kaiserzeit
zur Stadt Icosium entwickelte. Mit dem Niedergang Roms und der islamischen Expansion im 7. Jh. wird die Provinz Africa zum arabischen Ifrīqiya. |
18. Der erste Tag gilt dem osmanischen Algier (17. & 18. Jh.):
In der Zitadelle sind die Moschee des Dey und die zum Dar el-Soltan umgebaute Kaserne restauriert. |
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1830 landeten die Franzosen westlich von Algier, der Dey musste wenige Tage später die Kapitulation unterzeichnen und Algier übergeben.
Die Stadt wurde zum militärischen und administrativen Hauptquartier des französischen Kolonialimperiums in Nord- und Westafrika.
Im Gegensatz zu den Nachbarländern galt Algerien nicht nur als Kolonie sondern als Teil Frankreichs und wurde in drei Departments eingeteilt.
Aber Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit galt nur für die französischen Siedlern, die pieds noirs. Frankreich zerstörte die traditionellen
politischen und kulturellen Institutionen der Algerier, die Kolonisation machte Algier zu einer überwiegend europäischen Stadt.
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19. koloniales Algier. Die ersten Bauwerke waren am Hafen, z.B. der Boulevard de l'impératrice, le front de mer, zu dem Kaiserin Eugénie 1860 den Grundstein legte.
Bis zum Faubourg d'Isly über 1km. |
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Nach dem 2. Weltkrieg forderten Algerier, die an der Seite der Franzosen gekämpft hatten, die Unabhängigkeit.
Der Konflikt eskalierte 1954, als die Front de Libération Nationale, FLN einen Guerillakrieg begann.
Die französische Armee behielt mit brutaler Folter und hemmungslosen Exzessen zwar die Oberhand, aber es gelang der französischen
Regierung nicht, die Widersprüche zwischen nationalen Interessen, jenen der Siedler und denen der algerischen Bevölkerung aufzulösen.
In den Verträge von Évian 1962 wurden ein Waffenstillstand und ein Referendum zur Unabhängigkeit vereinbart.
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20. Befreiungskrieg. In den 50er Jahren war Algier die zweitgrösste Stadt und die grösste Baustelle Frankreichs.
Mit sozialem Wohnungsbau versuchte man die Kontrolle zu behalten. |
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Nachdem Algerien 1962 unabhängig wurde, entstand ein islamisch-sozialistischer Einparteienstaat. |
21. Volksrepublik Algerien |
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18.-21. Hotel El Djazaïr |
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22. Das Küstengebirge, der Tell-Atlas, geht im Süden in eine Hochebene über. Die Fahrt von Algier nach Constantine
führt 400km nach Osten durch Berbergebiet: die grosse und die kleine Kabylei. Wachtürme zeugen von der kriegerischen Vergangenheit. |
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22. Cirta, im Altertum Hauptstadt Numidiens, wurde nach römischer Zerstörung im 4.Jh.
von Konstantin dem Grossen als Constantine wieder errichtet. Die Kasbah liegt auf einem Plateau 100m über der Rhumel-Schlucht.
Mächtige Kunstbauten wie das Sidi-Rached-Viadukt und die Salah-Bey Schrägseilbrücke verbinden sie mit dem Umland. |
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23. Die Universität von Constantine, l'université frères Mentouri, 1977, ist das erste Universitätsgebäude
im unabhängigen Algerien. Niemeyer zelebriert hier den Brutalismus. |
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Zum Abschluss fahren wir noch gut 100km Richtung Süden ans Aurès-Gebirge. Im 3.Jh.v.Chr. entstanden
hier die numidische Königreiche der Berber. Nach den punischen Kriegen kam Numidien im 1.Jh.v.Chr. unter römischer Vorherrschaft. |
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