Kunstvereinsreise

Aix-en-Provence

Im Sommer 2025 lebt Paul Cézanne, der Wegbereiter der Moderne, in seiner Heimat wieder auf: die Provence feiert seinen 185. Geburtstag mit der Ausstellung «Cézanne au Jas de Bouffan» im Musée Granet und der Wiedereröffnung des Familienlandguts nach der Restaurierung.
Wir reisen mit dem Bus und nehmen noch ein paar Glanzstücke am Wegrand mit: das Musée des Beaux-Arts in Lyon, die Carrières de Rousillon, das Luma in Arles und das Musée de Grenoble.

09. - 12. Oktober 2025


Frisch restauriert: Cézannes Landgut «Jas de Bouffan» in Aix-en-Provence

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09. Wir unterteilen die fast 800 km Busfahrt in die Provence mit einem Mittagshalt in Lyon. Das Musée des Beaux-Arts im einstigen Kloster an der zentralen Place des Terreaux hat u.a. eine reiche Gemäldesammlung mit teils monumentalen Barock-Werken von Rembrandt & Rubens, mit den Impressionisten Delacroix, Manet, Monet und weiter Werke von Gauguin und Braque.
Vorbei am Confluences, wo Rhône und Saône zusammenfliessen, geht's Richtung Süden. Die Raffinerie Feyzin ist auch ein Kunstprojekt: auf den Tanks werden z.B. die Brüder Lumière gezeigt, die den Filmprojektor entwickelt hatten. Kurz vor Orange klart der Himmel auf und die Forteresse de Mornas trohnt auf einer 130 m Falaise.


10. Den Tag in Aix beginnen wir in der Bastide Jas de Bouffan und ihrem Park. Noch ist nicht alles renoviert, aber das Anwesen von Cézanne hat eine gute Ausstrahlung. Auch das Mittagessen nehmen wir hier in der Orangerie.
Das Musée Granet hat seine ohnehin reiche Cézanne-Sammlung zu dessen 185. Geburtstag mit weiteren Werken ergänzt und ist trotz Reservation und Timeslots rammelvoll.
Etwas ausserhalb ist das Atelier Cézanne des Lauves, ein schlichter Ort, an dem Cézanne bis zu seinem Tod 1906 gearbeitet hatte und der in diesem Zustand erhalten ist.
122 v. Chr. als erste Stadt auf gallischem Boden gegründet, erlebte Aix seine Glanzzeit vom 12. bis 16. Jh., als Hauptstadt der Provence und Synonym für Kultur, Eleganz und Lebensart. Das Denkmal für den «guten König» vor dem historischen Stadtpalais Hôtel du Poët am östlichen Ende des Cours Mirabeau zeugt davon. Danebst sehen wir auf der Stadtführung auch die Passage Agard sowie das Hôtel Maurel de Pontèves dit d'Espagnet und zum Abschluss die Fontaine de la Rotonde.


11. Heute geht es schon wieder nach Norden, nach wenigen km bereits ein Fotostopp in Lourmarin, beim ältesten Renaissanceschloss der Provence, dem gotischen Château-Vieux aus dem 15.Jh.
Weiter nach Roussillon, das Städtchen am Fuss des Luberon gehört zu den «plus beaux villages de France» und war im 19.Jh. Zentrum des Ockerabbaus zur Herstellung von Farben. Wir machen den Sentier des Ocres, durch die in Gelb-, Orange- und Rottönen leuchtenden Klippen und Sandformationen, die einen starken Kontrast zum Grün der umliegenden Pinienwälder bilden.
Auf dem Weg nach Arles sehen wir den Mont Ventoux und queren das Tal der Durance. Nach dem Mittagessen im Refectoire, der früheren Eisenbahner-Kantine, besuchen wir das LUMA und speziell auch dessen Garten. Auf einem geführten Rundgang durch die Stadt besuchen wir einige Wirkungsorte von Vincent van Gogh: Der Espace Van Gogh (das frühere Hôtel-Dieu), die Rekon-struktion der Langlois-Brücke und die Place Lamartine.

               

                 

               


12. Schon nach kurzer Fahrt machen wir in Les Baux auf einem Felssporn in den Alpillen halt. Seine Blüte hatten Dorf und Zitadelle im Mittelalter. Im 19.Jh. entdeckte man hier Aluminiumerz und nannte es Bauxit.
Am späten Vormittag kommen wir in Grenoble an. Die Grossstadt an der Isère in den französischen Alpen mit der riesigen Bastille beherbergt das erste Museum für moderne Kunst in Frankreich. Das Musée de Grenoble hat eine reiche Sammlung von der Zeit des alten Ägypten bis heute.
Nach dem Mittagessen im Table Rode, dem zweitältesten litera-rischen Kaffeehaus Frankreichs, fahren wir zurück nach Winterthur.